Nachdem es so lange recht ruhig war, kam es dann heute morgen um 8:02 Uhr richtig dicke:
Handys, Sirenen und Pieper gingen in vielen Ortschaften los und es wurde ein LKW- Brand auf der A 39 gemeldet.
Und tatsächlich stand der LKW bei unserer Ankunft in Vollbrand. Zum Glück konnte der Fahrer eigenständig, unverletzt und früh genug das Fahrzeug verlassen.
Wir konzentrierten uns also auf die Löscharbeiten. Insgesamt gingen sechs Trupps unter Atemschutz vor, um den lichterloh brennenden LKW zu löschen, erst mit Wasser und dann ging es weiter mit Schaum. Es wurden über 20.000 Liter Löschwasser und 120 Liter Schaummittel verbraucht. Das Fahrzeug hatte leere Getränkekisten geladen, zum Glück keine gefährlichen Stoffe. Die Löscharbeiten waren trotzdem recht aufwändig, da in den Klumpen aus geschmolzenem Kunststoff und Glas noch viel Hitze vorhanden war, die das Feuer immer wieder auflodern ließ. Diese Klumpen zogen wir in schweißtreibender Arbeit auseinander, um an die Glutnester zu kommen. Außerdem platzten uns mehrere Schläuche, da überall auf dem Boden Scherben lagen, was die Löscharbeiten zusätzlich ein wenig erschwerte.
Unsere Logistikeinheit hatte ordentlich zu tun, um im Sinne der Einsatzstellenhygiene die kontaminierte Einsatzkleidung auszusortieren, damit diese fachmännisch gereinigt werden kann. Außerdem versorgte sie uns mit Verpflegung, immerhin hatten einige von uns noch nicht einmal gefrühstückt…
Die Umwelteinheit setzte fünf Ölsperren, da das Diesel-Schaum- Gemisch in die Regenwasserabläufe der Autobahn gelaufen ist.
Aus der Samtgemeinde Baddeckenstedt waren 59 Einsatzkräfte vor Ort.
Viel blieb nicht übrig vom LKW, die Fahrbahn war stark verschmutzt von Scherben, Schaum und Öl und unter dem Fahrzeug durch die massive Hitzeentwicklung zerstört. Die Autobahn bleibt weiterhin mindestens bis morgen Vormittag gesperrt, da die Fahrbahn in diesem Bereich abgefräst und erneuert werden muss, wir konnten nach gut vier Stunden Arbeit dann wieder einrücken.
Und dann haben die Kameradinnen und Kameraden der Logistikeinheit meist noch richtig zu tun, um nach dem Einsatz alles wieder aufzuräumen und einsatzbereit zu machen. Heute zum Beispiel war man noch bis 14 Uhr damit beschäftigt. Dafür einmal ein großes Dankeschön an dieser Stelle von uns allen!
Alarmierte Kräfte:















